März 2016


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Rosenschnitt und Pflege

 Wir bieten Ihnen auch in diesem Jahr wieder Kurse für Rosenschnitt und Pflege an. Folgen Sie einfach der Anmeldung. Wir freuen uns auf Sie.
 

April 2018
 Brief an den Frühling
Liebe Gärtnerinnen und Gärtner! Es löst sicherlich nicht...


Bodenmüdigkeit bei Rosen

 Quelle: Fachzeitung deutsche Baumschule 6/13 Letzte Seite: Empfehlung - Biodiversität wiederherstellen!
 
März 2016

 Herzlich willkommen im neuen Gartenjahr!  

"....die Brennessel brennt den Monat nicht!", so rief uns Jungs einst der kauzige Nachbar zu, als wir im Garten spielten.   

Wie bitte? Doch der muss es ja wissen! 

"Autsch, verflixte Kiste!"  

"Aber die Haut doch!"  schickte er dann feixend hinterher. In seinem Gesicht spiegelte sich der ganze Spaß wider. Schon waren es wieder ein paar Lachfalten mehr.  

6.Februar 2016. 

Nur mal eben das Hinterrad des Fahrrades reparieren. 

Schnell die Scheinbeeren/Gaultheria aus dem Kübel nehmen und durch drei Frühlingsviolen ersetzen. Noch eine vorgetriebene Narzisse (narkao griech. ich betäube) hinzu. 

Perfekt. 

Das dazu nötige Substrat liefert der Kompost.  

"Schau, die Christrosen/Helleborus könnten wieder befreit, könnten doch ausgepackt werden!" 

"Ihre Blüten schieben sich schon durch die schützenden Tannenzweige!" 

Warum nicht gleich noch die vom Sturm durchgewirbelten Bretter wieder aufstapeln. 

Sobald es schön trocken ist, entsteht dann aus dem Belag der alten Terrasse, das erste Hochbeet. Ein Stück Seniorengarten. 

Ja und da bietet es sich doch auch gleich an, das behaarte Schaumkraut/Cardamine hirsuta und die Weidenröschensämlinge/Epilobium (griech. epi auf / lobon/Schote) aus dem Staudenbeet zu entfernen! Denn sie entwickeln sich in einem milden Winter schon prächtigst. Jetzt, da die meisten Stauden sich zurückgezogen haben, ihr Blattwerk den Boden nicht beschattet, nutzen die Wildkräuter die Gunst der Stunde. 

Dem Schaumkraut reichen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, um zu blühen und Samen zu bilden! Bei jedem Streicheln, den kleinsten Berührungen, kann es seine Samen bis zu einem Meter weit schleudern, so stark stehen die Wände der Samenschote unter Druck. 

Das Weidenröschen wird ebenfalls schnell zur Plage, weil sich sein meist weitreichender Wurzelstock, später kaum noch aus dem Boden entfernen läßt. 

Da bietet es sich doch an, jetzt kurz den Dreizack  und Eimer zu schnappen und den Jungs zu zeigen "was eine Harke ist". 

Ist doch belanglos, dass die Schuhe, die Jacke, kurzum das gesamte Outfit, dem Thema Gartenarbeit in keinster Weise entspricht. Für eine kleine Fahrradreparatur war es, sagen wir mal, ganz okay. 

Warnungen über Liebesentzug des Partners und Androhungen von weitreichenden Konsequenzen werden ignoriert. 

"Dies ist ab heute mein neues Gartendress!" 

Das Ende jeder Gartensaison, ist meist auch das Ende der Arbeitskleidung. Wenn Pullover tarnfarbenbraun, Schuhe spröde, Schirmmützen verblichen sind. Wichtig, bevor Ihr Partner es triumphierend zur Altkleidersammlung bringt, halten Sie Ausschau nach den Schätzen in den Hosentaschen. 

Wie z.B. Samentütchen mit Resten, Pflanzenetiketten, Bindfädchen, Messer. Manchmal auch noch ein bisschen Humus, vermengt mit Oscorna Bodenaktivator und Oscorna Animalin.   

Ganz ins Tun vertieft, ein Schaumkraut nach dem anderen sorgsam entsorgend, mit den Gedanken bei der Garten to do Liste 2016 (Nr.1: dieses Jahr unbedingt weitere Sterndolden/Astrantien und Anemonensorten zu pflanzen), da plötzlich: ein stechender Schmerz in den Fingerspitzen. Ganz klar eine Brennessel. Ver.......! 

Brennessel brennen jeden Monat! 

"Brennen Brennesseln nicht, wenn man die Luft anhält?" Diese Frage findet man tatsächlich in einschlägigen Foren im Internet! Darauf eine lapidare Antwort: "Woher soll die Brennessel wissen, das du die Luft anhältst!   

Und Handschuhe? Vielleicht im Herbst, wenn die Hände spröde und rissig geworden sind. Aber im Frühling will der Gärtner den Dreck unter den Fingernägeln spüren, dieses Graben und Wühlen im Humus. Herrlich. Ein Urbedürfnis des Menschen und Therapie zur Steigerung des psychischen und physischen Wohlbefindens.  

hach   

In all diesem grenzenlosen Überschwang, plötzlich hatte ich meine gute Rosenschere zur Hand. Nein, Rosen schneiden im Februar bleibt ein no go. 

Aber die Waldrebe/Clematis montana sorgsam von der der Clematis (griech. klema / Ranke) viticella "Prince Charles" trennen. Ja. 

Bevor sich die Beiden ganz innigst vereinigen, unzertrennlich werden. Das könnten Sie sich auch schon wagen. 

Alle kleinen wilden Italiener, also die viticellas, dürfen - nein Sie sollten sie jährlich auf gute 20-50 cm über den Erdboden zurückschneiden. Diese Art bildet jährlich schöne Langtriebe mit einem wunderbarem Blütenansatz aus.   

Für Ihre Samenreste aus dem vergangenen Jahr, die aus der Hosentasche usw., habe ich einen besonderen Tipp: 

Verwenden Sie diese Reste doch als Keimsprossen (idealerweise benutzen Sie Biosaatgut) für Salate, Quark oder Brotbelag. Dazu eignen sich die Samen z.B. verschiedener Kohlsorten wie Brokkoli/Rotkohl/Kohlrabi, Zwiebeln, Rettich, Senf, Möhren, Zuckererbsen, Luzerne (AlfaAlfa), Basilikum, Dill, Rauke aber auch Sonnenblumensamen (der Rest des Vogelfutters?!). Ihr Lieblingsgärtner hält auch möglicherweise entsprechende Keimboxen bereit, es tut aber auch ein Taschentuch (ohne Zusatzstoffe) oder Küchenkrepp in einer flachen Schale am Fenster. Immer schön feucht halten, evtl. ein schützendes Glas darüber, schon ist es fertig, Ihr Kleinstgewächshaus.

Der Frühling lässt sich wohl nicht mehr aufhalten. Zumindest dürfen Sie sich schon mit konkreten Planungen bzgl. des Obstbaumschnitts; dem Säubern der Staudenbeete; dem Aktivieren des Häckslers; dem Grobschnitt bei Hecken und Formgehölzen; dem Verteilen des Kompostes; den Aussaaten von Tomaten, Paprika; der Beschaffung ihres Oscorna Vorrates beschäftigen. Schwupp, noch eine Flasche Orus Pflanzenaktiv hinzu für Orchidee und Co.

Bleiben Sie jedoch geerdet. Haben Sie den Himmel, die Sterne,  die Mondphasen und die Wettervorhersagen immer im Blick. 

Dazu könnten Sie jedoch ein Tänzchen wagen durch Ihren Garten. Einer Ballerina ähnlich, zwischen den ersten zarten Blüten der Zwiebelblumen und dem frischgrünen Austrieb anderer Frühlingsboten.

Ich wünsche Ihnen viele Tage der Vorfreude und Spannung auf einen schönen norddeutschen Frühling. Die Gärtnereien und Gärtner sind schon hellwach. Gewächshauser, Beete, Tische und Regale werden für Sie gefüllt. 

Auch die Haken an der Saatgutwand mit Keimsprossensamen. 

Herzlich willkommen und damit viele liebe Grüße in alle Gärten, Beete, Kästen, Kübel und Aussaatschalen Norddeutschlands.   

Gerhard Preuß